Rattenfalle – so sparst Du Dir (eventuell) den Kammerjäger

Rattenfalle – so sparst Du Dir (eventuell) den Kammerjäger Tauchen bei Ihnen im Garten oder im Gartenhäuschen Ratten auf, ist guter Rat teuer. Sind sie „nur“ zur Futtersuche bei Ihnen und kommen aus der Umgebung zu Ihnen? Oder haben sie sich bereits häuslich eingerichtet und freuen sich auf den nächsten Winter in Ihrer Obhut? Das Unangenehme an den Ratten ist ja, dass sie nicht nur Krankheiten übertragen können. Das wirklich Unangenehme ist, dass man eine einzige Ratte sieht und genau weiß, dass da mindestens noch zehn weitere sind oder sogar mehr. Sicher, es gibt mehrere Arten von Ratten. Aber eines haben sie gemeinsam: Sie sind unangenehm und bei einem echten, dauerhaften Befall sind sie meldepflichtig. Zum Glück kann man aber bereits bei der ersten Sichtung reagieren und eine Rattenfalle besorgen.

Die unterschiedlichen Formen der Rattenfalle

Keine Frage, der Ratte möchte man schon seit Jahrhunderten auf die Schliche kommen und sie entfernen. Der Begriff „Entfernen“ wurde in diesem Zusammenhang deshalb gewählt, weil nicht jeder sich darauf einlassen möchte, einen Giftköder für die Rattenplage zu verwenden. Das ist in Ordnung. Schließlich gibt es noch andere Methoden, sodass man seinem „Besuch“ auf jeden Fall in irgendeiner Art die Tür weisen kann.
  • Schlagfalle für Ratten: Sie werden aus Kunststoff, Metall oder einer Kombination aus Holz und Metall angeboten. Alle Modelle sind wiederverwendbar und bedürfen eines leckeren Köders zum Anlocken des Tieres.
  • Lebendfalle für Ratten: Sie sind für gewöhnlich aus Metall, können aber auch aus Hartplastik bestehen. Holz sollte für sie nicht verwendet werden, da die Ratten dies im Zweifelsfall durchknabbern könnten.
  • Giftdepots: Diese Depots sind derart konzipiert, dass das Tier auf einer Seite in den Hartplastik-Kasten hineinläuft und den Giftköder aus einem Seitenfach aufnehmen kann. Das Gute an diesen Köderstationen ist die Tatsache, dass nur Mäuse und Ratten hineinkriechen und die Köder aufnehmen können. Alle anderen Tiere können nicht in die Röhre gelangen. Der Deckel ist fest verschließbar, sodass man jederzeit nachschauen kann, ob Köder nachzulegen ist oder die Ratten noch versorgt sind.


Die Besonderheiten der Lebendfalle

Ja, es gibt sie, die Tierfreunde, die die Ratten zwar nicht in ihrem Garten haben wollen, sie aber auch nicht töten mögen. Deshalb nutzen sie Lebendfallen, wenn sie eine Ratte in ihrem Garten oder Keller erblicken. Das ist nobel. Wichtig ist aber, dass die Ratte außerhalb ihres Reviers wieder ausgesetzt wird. Da Ratten bis zu drei Kilometer weit auf ihrer Nahrungssuche wandern können, sollte man sie also mindestens drei Kilometer entfernt vom eigenen Grundstück, möglichst mitten in der Feldmark aussetzen. Richtig, dort müssen sie sich erst wieder zurechtfinden. Aber glücklicherweise sind sie zunächst einmal weit genug von der Siedlung entfernt.

Die Besonderheiten der Schlagfalle

Bei dem klassischen Modell wird ein Schlagbügel über eine Feder gespannt. Mit Hilfe eines Hakens wird der Bügel in einer Öse befestigt. Dies führt zum Anheben einer Wippe auf der gegenüberliegenden Seite der Öse. Die Wippe gilt als Träger des Köders. Wird nun die Wippe durch das Gewicht der Ratte nach unten gedrückt, wird der Haken aus der Öse gelöst und der Bügel schnappt zurück – im Idealfall direkt auf den Nacken der Ratte. Dies würde zum Genickbruch führen, was den sofortigen Tod bedeutet. Dieses ursprüngliche Prinzip kann tückisch sein, sodass auch einmal der eigene Finger beim Spannen getroffen wird. Bei den neueren Modellen kommt dies nicht vor. Sie funktionieren zwar auf die gleiche Weise, das Spannen jedoch ist vereinfacht und sicherer gestaltet worden. Der Nachteil dieser Methode ist das Entfernen der toten Ratte. Hat man diese Fallen ausgelegt, sollte man sie täglich überprüfen. Zum einen fangen tote Tiere in der Falle schnell an zu stinken und sollten daher immer zeitnah zum Todeszeitpunkt entsorgt werden. Zum anderen stellt es einen letzten Funken Respekt dem Tier gegenüber dar, die Fallen zu kontrollieren. Als letztes Argument für das tägliche Kontrollieren steht die Tatsache, dass man die Falle schnell wieder aufstellen kann, um weitere Tiere zu erwischen. Dies gilt übrigens auch, wenn die Falle zwar zugeschnappt ist, sich aber kein Tier darin befindet.

Die Besonderheiten des Giftköders

Giftköder wird von verschiedenen Unternehmen hergestellt. Er kann nur in zugelassenen Fachmärkten gekauft werden. Dort steht er für gewöhnlich separat verschlossen und wird ausschließlich von gut geschultem Personal ausgehändigt. Im Normalfall erhält man beim Kauf noch einmal eine Aufklärung über die Wirkungsweise und Anwendung des Giftköders. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass verantwortungsvoll mit dem Gift umgegangen wird. Der Giftköder wird entweder als loser Köder oder aber als Päckchen, die leicht durchgeknabbert werden können, angeboten. Beide sind in ihrer Wirkungsweise gleich. Das bedeutet, dass das Gift, das sie aufnehmen, das Blut so stark verdünnt, dass die Tiere relativ schnell innerlich verbluten. Brutal – aber wirksam! Außerdem trägt diese eine Ratte das Gift in ihr Nest, zu ihrer Familie. Die erwachsenen Tiere werden sich ebenfalls an der Station bedienen oder aber, wie die Wanderratten, das Weite suchen, wenn die erste vergiftete Ratte zusammengebrochen ist. Wie gesagt – Gift ist sehr wirksam, aber auch sehr brutal. Am sichersten haben sich die Rattenköderstationen erwiesen. Der Deckel lässt sich aufgrund des Sicherheitsverschlusses von keinem Tier öffnen. Auch Kinder können, sollten sie die Station finden, nicht an das Gift herankommen. Das Problem bei dem Gift ist natürlich, dass die Ratte, die davon gefressen hat, nicht an Ort und Stelle sterben wird. Manchmal findet man sie überhaupt nicht wieder. Manchmal kann es leider auch passieren, dass eine freilaufende Katze oder ein anderer Fleischfresser in der Umgebung, genau diese Ratte fängt und frisst. Allerdings, so die Aussage der Hersteller, kann das Gift in der Ratte dem Jäger nichts anhaben. Darauf müssen wir vertrauen, wenn wir mit dem Gift arbeiten.

Fazit

Ratten wissen genau, was sie an der menschlichen Gesellschaft haben – viel Futter. Denn wo Menschen sind, werden auch entsprechende Überreste oder aber frisch Angebautes zu finden sein. Um diese Tiere wieder aus dem menschlichen Umfeld zu vertreiben / zu eliminieren, ist es notwendig, ihnen mit den unterschiedlichen Rattenfallen nachzustellen. Hier gibt es kein Wenn und kein Aber. Denn die Fortpflanzungsquote dieser Tiere ist extrem hoch. Hat man eine süße kleine Rattenfamilie gefunden, werden sich im kommenden Jahr schon 100 und mehr von ihnen in diesem Revier befinden. Beängstigend, nicht wahr? Also handeln, auf keinen Fall abwarten!