Ratten im Garten loswerden
Diese Seite enthält Affiliate-Links (mit * markiert). Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision. Der Preis bleibt für dich gleich.
Ratten im Garten wirst du los, indem du zuerst ihre Futterquellen abstellst, dann Bau und Laufwege findest und erst danach Fallen in verschlossenen Köderstationen aufstellst. Ohne Futterentzug kommen nach jedem Fang neue Tiere nach. Mit Kindern und Haustieren gilt: Keine Falle und kein Köder darf offen erreichbar sein.
- Futter abstellen: Kompost ohne Essensreste, Vogelfutter vom Boden, Mülltonnen geschlossen, Tierfutter abends wegräumen.
- Bau und Wege finden: Löcher mit 6 bis 10 cm Durchmesser, Trampelpfade, Kot.
- Fallen sicher stellen: Schlagfallen in abschließbaren Köderstationen direkt an den Laufweg.
- Täglich kontrollieren und nach zwei bis drei Wochen Bilanz ziehen.
Bei großem Befall oder Ratten im Haus holst du einen Schädlingsbekämpfer.
Warum Ratten in deinen Garten kommen
Wanderratten suchen drei Dinge: Futter, Wasser und Deckung. Ein Garten bietet oft alles zugleich. Die häufigsten Ursachen sind:
- Kompost mit gekochten Essensresten, Brot, Fleisch oder Obst
- Vogelfutter, das unter Futterhäuschen auf den Boden fällt
- Tierfutter für Hühner, Kaninchen oder Katzen, das über Nacht offen steht
- Mülltonnen mit undichtem Deckel oder Säcken daneben
- Deckung unter Holzstapeln, Terrassen, Gartenhäusern und dichten Hecken
- Wasser aus Teichen, Regentonnen oder Tropfschläuchen
Im Herbst und Winter rücken Ratten zudem näher an Gebäude heran, weil Nahrung auf Feldern knapper wird. Ein Garten in Kanalnähe ist häufiger betroffen.
Schritt 1: Futterquellen konsequent abstellen
Das ist der wichtigste Schritt. Fallen fangen einzelne Tiere, aber solange es Futter gibt, wandern neue Ratten zu.
- Kompost nur mit rohen Gartenabfällen füllen, keine gekochten Reste, kein Brot, kein Fleisch. Einen geschlossenen Thermokomposter mit Bodengitter aus Draht nutzen.
- Vogelfutter nur in Futtersäulen ohne Bodenstreuung anbieten oder im Befallszeitraum ganz pausieren.
- Hühnerfutter abends wegräumen oder in rattensicheren Futterautomaten anbieten.
- Mülltonnen geschlossen halten, keine Säcke daneben stellen.
- Fallobst täglich aufsammeln.
Speziell zum Kompost findest du Details unter Ratten im Kompost.
Schritt 2: Bau und Laufwege finden
Wanderratten graben Baue im Erdreich, meist unter Deckung: unter Terrassenplatten, Gartenhäusern, Holzstapeln, an Böschungen oder neben Fundamenten. Eingänge sind etwa 6 bis 10 cm groß, oft mit frischer, festgetretener Erde davor. Zwischen Bau und Futterstelle entstehen schmale Trampelpfade im Gras.
Ein einfacher Test zeigt, ob ein Bau bewohnt ist: Lockere Erde oder zerknülltes Zeitungspapier in den Eingang stecken. Ist er nach ein bis zwei Tagen wieder offen, ist er aktiv. Weitere Hinweise findest du unter Rattenbefall erkennen.
Schritt 3: Fallen im Garten sicher aufstellen
Draußen ist der Schutz von Nicht-Zieltieren entscheidend. Igel, Vögel, Katzen und Kinder dürfen keine Falle erreichen.
- Köderstation wählen. Eine abschließbare, stabile Köderstation, in die eine Schlagfalle für Ratten passt. Die Station mit einem Erdnagel oder Stein gegen Umwerfen sichern.
- Standort. Direkt an den Laufweg, entlang von Wänden, Zäunen oder Hecken, zwischen Bau und Futterquelle.
- Vorködern. Zwei bis vier Tage mit ungespannter Falle und Köder, bis der Köder angenommen wird.
- Scharf stellen. Falle spannen, Station verschließen.
- Kontrollieren. Täglich, am besten morgens. Kadaver mit Handschuhen in doppelten Beuteln entsorgen.
Eine Alternative für den Dauereinsatz im Freien ist die selbstspannende Goodnature A24, die an Zäunen oder Pfählen montiert wird. Wie du Fallen generell platzierst, steht unter Rattenfalle aufstellen. Eine passende Köderstation für Ratten* bekommst du im Fachhandel und online.
Was nicht oder kaum hilft
| Methode | Einschätzung |
|---|---|
| Ultraschallgeräte | Ratten gewöhnen sich meist schnell daran, Wirkung im Freien gering |
| Duftstoffe, Pfefferminzöl | Bestenfalls kurzfristig, ersetzen keinen Futterentzug |
| Bau mit Wasser fluten | Tiere fliehen in Nebengänge, Problem verlagert sich |
| Katze im Garten | Fängt eher junge Ratten, löst keinen etablierten Befall |
Welche Hausmittel eine gewisse Wirkung zeigen, bewertet der Artikel Hausmittel gegen Ratten.
Wann du Hilfe holen solltest
Siehst du Ratten tagsüber, findest du mehrere aktive Baue oder fängst du nach drei Wochen weiter regelmäßig Tiere, ist der Befall zu groß für Einzelmaßnahmen. Gleiches gilt, wenn Ratten bereits ins Haus oder in den Keller vordringen. Dann ist ein Schädlingsbekämpfer sinnvoll. Bei Befall, der von öffentlichem Grund oder der Kanalisation ausgeht, kann das Ordnungsamt zuständig sein. Die Regeln sind je nach Gemeinde unterschiedlich. Den Gesamtüberblick bietet Ratten bekämpfen.
Häufige Fragen
Ist eine Ratte im Garten schon ein Befall?
Eine einzelne Sichtung kann ein durchziehendes Tier sein. Findest du zusätzlich Kot, Löcher oder Trampelpfade, leben wahrscheinlich mehrere Ratten in der Nähe. Dann solltest du handeln, bevor sich die Gruppe vergrößert.
Muss ich Ratten im Garten melden?
Ob eine Meldepflicht besteht, regelt jede Gemeinde selbst, oft über eine Rattenverordnung oder die Gefahrenabwehrverordnung. Manche Kommunen verlangen eine Meldung beim Ordnungsamt. Frag dort nach, wenn du unsicher bist.
Wie schütze ich Haustiere bei der Rattenbekämpfung?
Verwende Schlagfallen nur in verschlossenen, verankerten Köderstationen. Verzichte auf Gift, weil Hunde und Katzen vergiftete Ratten fressen können. Kontrolliere die Stationen täglich und halte Tiere während der Kontrolle fern.