Rattenloch und Rattenbau erkennen
Ein Rattenloch erkennen kannst du an drei Merkmalen: Der Eingang ist etwa 6 bis 9 cm breit, die Ränder sind glatt gelaufen, und vom Loch führt ein ausgetretener Pfad zu Deckung oder Futter. Ob der Bau bewohnt ist, zeigt ein einfacher Verschlusstest über 24 bis 48 Stunden.
- Durchmesser etwa 6 bis 9 cm, rundlich, oft mehrere Löcher in einigen Metern Abstand.
- Glatte, festgetretene Ränder, frisch ausgeworfene Erde als Fächer vor dem Eingang.
- Typische Lage: unter Platten, Terrassen, Hecken, am Kompost, an Fundamenten und Böschungen.
- Kot, Schmierspuren und Trampelpfade in der Nähe bestätigen den Verdacht.
- Loch locker verschließen, nach 1 bis 2 Tagen wieder offen: Der Bau ist bewohnt.
Rattenloch erkennen: So sieht es aus
Wanderratten graben ihre Baue meist im Boden. Ein System besteht aus mehreren Gängen, einer oder mehreren Nestkammern und mehreren Ausgängen. Die Gänge liegen oft nur 20 bis 50 cm tief und folgen gern festen Strukturen wie Mauern, Wurzeln oder Gehwegplatten.
- Größe: Ein ausgewachsener Wanderrattenbau hat Eingänge von etwa 6 bis 9 cm Durchmesser. Junge Tiere nutzen auch kleinere Öffnungen.
- Ränder: Durch das ständige Hinein- und Hinauslaufen sind die Ränder glatt und frei von Gras oder Spinnweben.
- Erdauswurf: Vor frischen Löchern liegt oft ein fächerförmiger Haufen lockerer Erde, kein runder Hügel.
- Laufpfade: Vom Loch führen schmale, kahle Pfade von etwa 5 bis 10 cm Breite durch Gras oder Mulch.
- Notausgang: Häufig gibt es einen verdeckten Ausgang unter Laub oder Brettern, der nicht sofort auffällt.
Hausratten bauen dagegen kaum im Boden. Sie nisten bevorzugt oben in Gebäuden, etwa auf Dachböden. Wie du beide Arten unterscheidest, erklärt die Seite zu Wanderratte oder Hausratte.
Rattenloch, Mausloch oder Maulwurf?
Viele Löcher im Garten stammen nicht von Ratten. Diese Tabelle hilft bei der Unterscheidung.
| Merkmal | Ratte | Maus | Wühlmaus | Maulwurf |
|---|---|---|---|---|
| Lochgröße | etwa 6 bis 9 cm | etwa 2 bis 3 cm | etwa 4 bis 6 cm, hochoval | kein offenes Loch |
| Erde am Eingang | Fächer aus lockerer Erde | kaum | flacher Haufen, seitlich vom Gang | runder, hoher Hügel |
| Ränder | glatt gelaufen | klein, unauffällig | oft mit Wurzelresten | – |
| Laufpfade an der Oberfläche | deutlich | schwach | selten | keine |
| Typischer Ort | Kompost, Terrasse, Fundament, Schuppen | überall, auch im Haus | Beete, Rasen, Obstbäume | Rasen, Wiese |
Bist du unsicher, hilft der Kot weiter. Rattenkot ist etwa 1 bis 2 cm lang und spindelförmig, Mäusekot nur wenige Millimeter. Details findest du unter Rattenkot erkennen und Ratte oder Maus?.
Wo Ratten ihren Bau anlegen
Ratten brauchen drei Dinge in Reichweite: Deckung, Futter und Wasser. Deshalb findest du Baue fast immer in der Nähe von:
- Komposthaufen und Hochbeeten, weil dort Wärme und Futterreste zusammenkommen.
- Terrassen, Gehwegplatten und Holzstapeln, die von oben Schutz bieten.
- Fundamenten, Kellerschächten und Abwasserrohren mit Schäden.
- Vogelfutterstellen, Hühnerställen und Kaninchenställen.
- Böschungen und Hecken entlang von Zäunen.
Weitere Hinweise wie Schmierspuren an Kanten oder Nagespuren an Holz zeigt die Übersicht Rattenspuren. Das Nest selbst liegt meist verborgen in der Kammer, mehr dazu unter Rattennest.
Ist der Bau bewohnt? Der Verschlusstest
- Alle Löcher markieren. Suche im Umkreis von einigen Metern nach weiteren Eingängen und stecke daneben einen Stab in den Boden.
- Locker verschließen. Mit Handschuhen etwas zerknülltes Zeitungspapier oder lockere Erde in jede Öffnung drücken. Nicht festtreten.
- 24 bis 48 Stunden warten. Ratten sind vor allem nachts aktiv.
- Kontrollieren. Ist das Loch wieder offen und die Erde frisch, ist der Bau bewohnt. Bleibt alles zu, ist er wahrscheinlich verlassen.
- Bei Bedarf wiederholen. Nach starkem Regen oder Frost das Ergebnis noch einmal prüfen.
Bewohnter Rattenbau: Was jetzt?
Einen bewohnten Bau einfach zuzuschütten bringt wenig, die Ratten graben sich in wenigen Stunden einen neuen Ausgang. Wirksamer ist es, die Futterquellen zu beseitigen und an den Laufpfaden zwischen Bau und Futter Fallen in geschlossenen Stationen aufzustellen. Wie das geht, steht unter Rattenfalle aufstellen.
Liegt der Bau an einem Fundament, unter einem Gebäude oder findest du mehr als zwei, drei bewohnte Löcher, ist ein Schädlingsbekämpfer meist die bessere Wahl. Alle Wege zur Bekämpfung erklärt Ratten bekämpfen, die Grundlagen zum Erkennen eines Befalls Rattenbefall erkennen.
Häufige Fragen
Wie groß ist ein Rattenloch?
Die Eingänge eines Wanderrattenbaus haben meist einen Durchmesser von etwa 6 bis 9 cm. Kleinere Löcher von 2 bis 3 cm stammen eher von Mäusen.
Wie tief ist ein Rattenbau?
Die Gänge liegen oft nur 20 bis 50 cm unter der Oberfläche, können aber mehrere Meter lang sein und mehrere Ausgänge haben.
Kann ich ein Rattenloch einfach zuschütten?
Bei einem verlassenen Bau ja, am besten mit Erde und Kies festgestampft. Bei einem bewohnten Bau graben die Ratten sich schnell einen neuen Ausgang, deshalb erst die Tiere bekämpfen und dann verschließen.
Bedeutet ein Loch, dass viele Ratten da sind?
Nicht unbedingt, aber ein bewohnter Bau beherbergt meist eine Familie. Mehrere aktive Löcher oder Ratten am Tag deuten auf einen größeren Bestand hin.