Wann du die Rattenfalle aufstellen solltest
Wann du eine Rattenfalle aufstellen solltest, lässt sich klar beantworten: sofort, wenn du frische Spuren findest, und dann am besten am frühen Abend. Jahreszeit und Nahrungsangebot beeinflussen, wie schnell Ratten den Köder annehmen. Im Herbst und Winter, wenn draußen das Futter knapp wird, fängst du meist schneller als im Spätsommer.
- Startpunkt: sobald du Kot, Nagespuren oder Geräusche bemerkst. Jede Woche Warten bedeutet mehr Tiere.
- Tageszeit: Falle abends vor der Dämmerung scharf stellen, morgens kontrollieren.
- Jahreszeit: Herbst bis Spätwinter ist die erfolgreichste Fangzeit, vorbeugend im September beginnen.
- Ablauf: zwei bis vier Tage ungespannt vorködern, dann scharf stellen.
Sofort handeln: Warum Abwarten teuer wird
Wanderratten werden mit etwa drei Monaten geschlechtsreif. Ein Weibchen kann mehrere Würfe im Jahr mit jeweils rund sechs bis zwölf Jungen bekommen. Aus zwei Tieren im Herbst kann bis zum Frühjahr eine Gruppe von mehreren Dutzend werden. Je kleiner der Bestand, desto weniger Fallen brauchst du und desto schneller ist das Problem gelöst.
Die Regel lautet daher: Wenn du frische Spuren siehst, dann stellst du noch in derselben Woche Fallen auf. Woran du frische von alten Spuren unterscheidest, steht unter Rattenbefall erkennen.
Rattenfalle wann aufstellen: Die Jahreszeiten
| Zeitraum | Verhalten der Ratten | Bedeutung für die Falle |
|---|---|---|
| März bis Mai | Fortpflanzung nimmt zu, Ratten suchen Nistplätze | Früher Fang verhindert den ersten Wurf, Fallen an Schuppen und Kompost |
| Juni bis August | Viel Nahrung draußen, Ratten sind weit verteilt | Köder konkurriert mit Obst und Abfällen, Fang dauert länger |
| September bis November | Ratten ziehen in Keller, Garagen und Dachböden | Beste Zeit für vorbeugende Fallen an Gebäudezugängen |
| Dezember bis Februar | Wenig Futter draußen, Tiere bleiben in Gebäuden | Köder wird gut angenommen, Fallen fangen oft innerhalb weniger Tage |
Ratten haben keine echte Winterruhe. Sie bleiben das ganze Jahr aktiv, ziehen sich aber bei Kälte in geschützte, warme Bereiche zurück. Deshalb ist der Herbst der Moment, an dem du Zugänge kontrollieren und erste Fallen aufstellen solltest, bevor sich Tiere im Haus einrichten.
Auch das Wetter spielt eine Rolle. Nach Starkregen oder bei Hochwasser verlassen Ratten oft überflutete Baue und Kanäle und tauchen plötzlich in Kellern und Gärten auf. Nach der Ernte auf umliegenden Feldern ziehen sie ebenfalls häufig in Richtung Siedlungen. Wenn du in der Nähe von Feldern, Bächen oder einem Kanalschacht wohnst, dann lohnt es sich, nach solchen Ereignissen gezielt nach Spuren zu suchen und Fallen bereitzuhalten.
Die richtige Tageszeit
Ratten sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die meisten Fänge passieren zwischen Sonnenuntergang und den frühen Morgenstunden. Daraus ergibt sich ein einfacher Rhythmus:
- Am frühen Abend: Köder auffrischen und Falle scharf stellen. Mit Handschuhen arbeiten, damit möglichst wenig Eigengeruch an der Falle haftet.
- Am Morgen: Falle kontrollieren, Fang entfernen, Falle reinigen.
- Tagsüber in Wohnräumen: Falle bei Bedarf entspannen, wenn Kinder oder Haustiere unterwegs sind, und abends neu spannen.
Lebendfallen kontrollierst du mindestens zweimal täglich, morgens und abends. Ein gefangenes Tier darf nicht stundenlang in der Falle ausharren. Wie du Kontrollen sinnvoll organisierst, erklärt Fallen kontrollieren.
Vorködern: Der Zeitplan für die ersten Tage
Ratten sind neuen Gegenständen gegenüber vorsichtig. Eine sofort gespannte Falle, die ohne Fang auslöst, macht sie oft für Wochen misstrauisch. Plane deshalb so:
- Tag 1: Falle ungespannt mit Köder an den Laufweg stellen.
- Tag 2 bis 4: Morgens prüfen, ob der Köder angenommen wurde, und nachlegen.
- Ab dem Abend, nachdem der Köder zwei Nächte in Folge gefressen wurde: Falle scharf stellen.
Ausführlich beschrieben ist das unter Vorködern. Wie viele Fallen du für deinen Befall brauchst, klärt Wie viele Fallen?.
Wann du die Fallen wieder abbauen kannst
Lass die Fallen nach dem letzten Fang noch mindestens ein bis zwei Wochen stehen. Wird in dieser Zeit kein Köder mehr angerührt und findest du keine frischen Spuren, ist der Befall vermutlich beendet. Verschließe dann die Zugänge, durch die die Ratten gekommen sind, sonst wiederholt sich das Ganze im nächsten Herbst.
Bleiben die Fallen trotz guter Planung leer, liegt das meist am Standort oder Köder. Hilfe gibt Ratten gehen nicht in die Falle. Grundsätzliches zur Platzwahl und Ausrichtung findest du unter Rattenfalle aufstellen.
Häufige Fragen
Kann ich Rattenfallen auch tagsüber aufstellen?
Ja, aufstellen kannst du sie jederzeit. Scharf gestellt sein sollten sie vor allem in Dämmerung und Nacht. In Räumen mit Kindern oder Haustieren entspannst du sie tagsüber oder nutzt eine Köderstation.
Ist der Winter eine schlechte Zeit für Rattenfallen?
Im Gegenteil. Weil draußen wenig Futter zu finden ist, nehmen Ratten Köder im Winter oft schneller an. Im Freien solltest du Fallen allerdings vor Schnee und Nässe schützen.
Wie lange dauert es, bis die erste Ratte in die Falle geht?
Mit Vorködern meist drei bis zehn Tage. Ohne Vorködern kann es länger dauern, weil Ratten neue Gegenstände zunächst meiden.