Was fressen Ratten?

Aktualisiert am von der Redaktion. So arbeiten wir

Diese Seite enthält Affiliate-Links (mit * markiert). Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision. Der Preis bleibt für dich gleich.

Was fressen Ratten? Fast alles: Wanderratten sind Allesfresser und ernähren sich von Getreide, Samen, Obst, Gemüse, Essensresten, Tierfutter, Insekten und gelegentlich auch Eiern oder kleinen Tieren. Am liebsten mögen sie energiereiche, fett- und stärkehaltige Nahrung, und genau das erklärt, welche Köder funktionieren und wo Befall entsteht.

Kurz gesagt
  • Bevorzugt: Getreide, Nüsse, Samen, fettige Speisereste, Tierfutter.
  • Auch gefressen: Obst, Gemüse, Wurzeln, Insekten, Schnecken, Eier, Aas, Kot von Haustieren.
  • Eine erwachsene Ratte frisst je nach Futter etwa 20 bis 30 g am Tag und braucht zusätzlich Wasser.
  • Für Fallen bewährt: Erdnussbutter, Haselnusscreme, Haferflocken, Walnüsse.
  • Für die Vorbeugung entscheidend: Futterquellen wie Kompost, Vogelfutter und Müll sichern.

Was Ratten in der Natur und in der Stadt fressen

Die Wanderratte, die in Deutschland fast alle Befälle verursacht, lebt eng an menschliche Siedlungen gebunden. Sie nimmt, was sie findet, und passt sich der Umgebung an. In Städten ernährt sie sich vor allem von Abfällen, in ländlichen Gebieten von Getreide, Tierfutter und Feldfrüchten. Die Hausratte ist heute selten und bevorzugt eher pflanzliche Kost wie Obst und Samen.

NahrungsgruppeBeispieleTypische Quelle
Getreide und SamenWeizen, Mais, Hafer, VogelfutterFutterstellen, Ställe, Lager
Nüsse und FettigesWalnüsse, Erdnüsse, Speck, KäseVorräte, Grillreste, Speisereste
Obst und GemüseFallobst, Kartoffeln, WurzelgemüseGarten, Hochbeet, Kompost
TierischesInsekten, Schnecken, Eier, Küken, AasHühnerstall, Garten, Mülltonnen
TierfutterKatzen- und Hundefutter, KaninchenpelletsFutternäpfe draußen, offene Säcke
AbfälleBrot, Nudeln, EssensresteMüll, Biotonne, Toilette, Kanal

Vorlieben: was Ratten besonders anlockt

Ratten bevorzugen Nahrung mit hoher Energiedichte. Fett, Stärke und Zucker liefern viele Kalorien auf kleinem Raum. Deshalb sind Nüsse, Getreide, Brot und fettige Reste besonders attraktiv. Gleichzeitig sind Ratten vorsichtige Esser: Neue Nahrung probieren sie oft nur in kleinen Mengen. Werden sie davon krank, meiden sie diese Nahrung später. Das erklärt, warum ein gewohnter Köder meist besser funktioniert als etwas völlig Neues.

Ratten brauchen außerdem regelmäßig Wasser. Tropfende Hähne, Regentonnen, Tränken und feuchte Keller sind daher genauso wichtig wie Futter. Wie sich das auf Aktivität und Reviere auswirkt, liest du unter Verhalten.

Wie viel fressen Ratten?

Eine erwachsene Wanderratte wiegt meist etwa 200 bis 500 g und frisst ungefähr ein Zehntel ihres Körpergewichts am Tag, also grob 20 bis 30 g. Dazu kommt Wasser. Das klingt wenig. Bei zehn Ratten sind es aber schnell mehrere Kilogramm im Monat. Noch größer ist der Schaden durch Verunreinigung: Ratten hinterlassen an Lebensmitteln Kot, Urin und Haare, sodass oft weit mehr weggeworfen werden muss, als tatsächlich gefressen wurde.

Weil Ratten sich schnell vermehren, wächst der Futterbedarf einer Gruppe rasch. Mehr dazu unter Vermehrung.

Was das für Köder bedeutet

Für Fallen eignet sich, was Ratten ohnehin gern fressen und was sich gut befestigen lässt. Erdnussbutter und Haselnusscreme kleben im Köderfach und duften stark. Haferflocken mit etwas Fett, Walnussstücke oder Sonnenblumenkerne funktionieren ebenfalls. Bewährt hat sich, den Köder an das Futter anzupassen, das die Ratten gerade nutzen: Im Hühnerstall Körner, an der Biotonne Fettiges.

Eine erbsen- bis haselnussgroße Menge reicht. Alle bewährten Köder und Tricks findest du unter Köder für Rattenfallen. Wenn du Erdnussbutter für die Falle nicht aus der Küche nehmen willst, gibt es auch giftfreie Lockstoff-Gele* für Fallen.

Was das für die Vorbeugung bedeutet

Ratten bleiben dort, wo sie zuverlässig Futter finden. Wer die Futterquellen entzieht, nimmt ihnen den wichtigsten Grund zu bleiben.

  1. Kompost: Keine gekochten Speisereste, kein Fleisch, kein Brot. Komposter von unten mit Drahtgitter sichern.
  2. Vogelfutter: Futtersäulen mit Auffangschale verwenden, nichts auf den Boden streuen.
  3. Tierfutter: Näpfe draußen abends leeren, Säcke in Metallbehältern lagern.
  4. Müll: Tonnen geschlossen halten, keine Säcke neben die Tonne stellen.
  5. Vorräte: In Keller und Speisekammer in Glas- oder Metallbehältern lagern. Kunststoff und Karton nagen Ratten auf.
  6. Wasser: Lecks reparieren, Regentonnen abdecken.

Wenn sich bereits Ratten eingenistet haben, reicht Vorbeugung allein nicht mehr. Wie du dann vorgehst, steht unter Ratten bekämpfen. Mehr zur Biologie der Tiere findest du unter Wissen über Ratten.

Häufige Fragen

Was fressen Ratten am liebsten?

Energiereiche Nahrung mit viel Fett und Stärke, etwa Nüsse, Getreide, Samen und fettige Speisereste. Deshalb funktionieren Erdnussbutter und Haselnusscreme als Köder so gut.

Fressen Ratten Fleisch?

Ja. Wanderratten fressen auch Insekten, Schnecken, Eier, Aas und gelegentlich Küken oder andere kleine Tiere. Pflanzliche Nahrung macht aber meist den größeren Teil aus.

Wie lange können Ratten ohne Futter überleben?

Ohne Futter nur wenige Tage, ohne Wasser noch kürzer. Deshalb suchen Ratten jede Nacht nach Nahrung und bleiben in der Nähe zuverlässiger Futter- und Wasserquellen.

Fressen Ratten Kabel und Kunststoff?

Sie fressen sie nicht als Nahrung, nagen sie aber an. Ihre Schneidezähne wachsen ständig nach und müssen abgenutzt werden. Dabei können Kabel, Rohre und Dämmung beschädigt werden.