Ratten im Haus: Was sofort zu tun ist

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Hast du Ratten im Haus, zählen die ersten 24 Stunden: Lebensmittel sicher verschließen, Kinder und Haustiere schützen, Spuren hygienisch beseitigen und herausfinden, wo die Tiere hereinkommen. Danach fängst du die Ratten mit geeigneten Fallen und verschließt die Zugänge dauerhaft.

Kurz gesagt
  1. Alle Lebensmittel und Tierfutter in dichte Behälter aus Glas oder Metall packen, Müll täglich rausbringen.
  2. Kot und Urinspuren mit Handschuhen feucht entfernen und desinfizieren.
  3. Eintrittsstellen suchen: Abflüsse, Rohrdurchführungen, Kellerfenster, Lüftungsöffnungen, Spalten ab etwa 2 cm.
  4. Mehrere Rattenfallen an den Laufwegen aufstellen, mit Haustieren nur in Stationen.
  5. Als Mieter den Vermieter informieren, bei starkem Befall einen Schädlingsbekämpfer rufen.

Ratten im Haus: Woran du sie sicher erkennst

Bevor du handelst, lohnt sich ein kurzer Check, ob es wirklich Ratten sind und keine Mäuse. Rattenkot ist etwa 1 bis 2 cm lang und spindelförmig, Mäusekot nur 3 bis 8 mm. Weitere Hinweise sind dunkle Schmierspuren an Wandkanten, Nagespuren an Holz und Kabeln, nächtliches Kratzen in Decken oder Wänden und ein strenger, ammoniakartiger Geruch. Wo du die Spuren findest, verrät oft schon den Zugang: Kot im Keller und Bad spricht für die Kanalisation, Geräusche unter dem Dach für Fallrohre, Bäume oder Kletterpflanzen. Eine ausführliche Anleitung bietet Rattenbefall erkennen.

Sofortmaßnahmen in den ersten 24 Stunden

  1. Futter entziehen. Brot, Getreide, Nüsse, Obst und Tierfutter in Behälter mit festem Deckel. Plastiktüten und Pappe beißen Ratten in Sekunden durch.
  2. Wasser abstellen. Tropfende Hähne reparieren, Tiernäpfe über Nacht wegräumen, Spülbecken abends trocken wischen.
  3. Müll sichern. Mülleimer mit Deckel verwenden, Abfall täglich in die Tonne bringen.
  4. Spuren entfernen. Einweghandschuhe und Mundschutz tragen, Kot mit Desinfektions- oder Reinigungsmittel einsprühen, einige Minuten einwirken lassen, mit Küchenpapier aufnehmen. Nicht trocken fegen oder saugen, sonst wirbeln Erreger auf.
  5. Kinder und Haustiere schützen. Befallene Räume möglichst schließen, Kleintiere wie Meerschweinchen sicher unterbringen.

Eintrittsstellen finden und verschließen

Ratten passen durch erstaunlich kleine Öffnungen. Junge Tiere zwängen sich durch Spalten von etwa 2 cm. Suche systematisch von unten nach oben:

StelleTypisches ZeichenAbhilfe
Abwasserleitung, Toilette, BodenablaufRatte im Bad oder Keller ohne sichtbares LochRückstauklappe mit Rattensperre vom Fachbetrieb
Rohr- und KabeldurchführungenNagespuren, frische SpäneStahlwolle plus Mörtel oder Metallmanschette
Kellerfenster, LichtschächteKot auf Fensterbank, SchmierspurenGitter aus verzinktem Draht, Maschenweite maximal etwa 1 cm
Lüftungsöffnungen, GaragentorKratzspuren, Spalt unter dem TorLochblech oder Bürstendichtung aus Metall
Dach, Fallrohre, KletterpflanzenGeräusche in Decke oder DachbodenÄste zurückschneiden, Fallrohrmanschetten anbringen

Kommen die Ratten über die Kanalisation, hilft nur eine bauliche Lösung. Wie eine Sperre funktioniert, erklärt Rückstauklappe und Rattensperre, Spezialfälle beschreiben Ratten in der Toilette und Ratten im Keller. Zum Abdichten von Lüftungsöffnungen eignet sich verzinkter Volierendraht*, Kunststoffnetze und Bauschaum allein werden durchgenagt.

Ratten im Haus fangen

Im Haus ist eine sofort tötende Schlagfalle für Ratten meist die beste Wahl. Stelle drei bis sechs Fallen an die Laufwege, quer zur Wand, und ködere sie zwei bis vier Nächte ungespannt vor. Als Köder eignet sich eine erbsengroße Menge Erdnussbutter. Mit Kindern oder Haustieren gehört jede Falle in eine verschließbare Station oder einen Tunnel.

Schlagfalle für Ratten aus Kunststoff

Für wen: Keller, Küche, Abstellraum, Dachboden.

  • Tötet bei richtiger Größe sofort
  • Abwaschbar, per Hebel sicher zu spannen
  • Offener Bügel, mit Haustieren nur in einer Station
  • Muss nach jedem Fang geleert werden

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Ultraschallgeräte, Duftstoffe und Hausmittel vertreiben Ratten im Haus in der Regel nicht dauerhaft. Rattengift ist für Privatleute stark eingeschränkt, gehört nur in Köderstationen und birgt im Haus ein besonderes Risiko: Vergiftete Tiere sterben oft unerreichbar in Hohlräumen.

Wann der Profi und wer zahlt

In diesen Fällen hilft ein Kammerjäger. Als Mieter informierst du sofort den Vermieter. Ob er die Kosten trägt, hängt vom Einzelfall und vom Mietvertrag ab. In vielen Gemeinden besteht eine Meldepflicht für Rattenbefall, Auskunft gibt das Ordnungsamt oder Gesundheitsamt. Den Gesamtüberblick bietet Ratten bekämpfen.

Häufige Fragen

Wie kommen Ratten ins Haus?

Am häufigsten über defekte Abwasserleitungen, offene Kellerfenster, Lüftungsöffnungen und Spalten an Rohrdurchführungen. Junge Ratten passen durch Öffnungen von etwa 2 cm.

Gehen Ratten von allein wieder aus dem Haus?

Selten, solange sie Futter, Wasser und Deckung finden. Ohne Futterentzug, Fallen und das Verschließen der Zugänge bleibt der Befall meist bestehen und wächst.

Muss ich Ratten im Haus melden?

In vielen Gemeinden ja, die Regeln unterscheiden sich aber je nach Bundesland und Kommune. Frag beim Ordnungsamt oder Gesundheitsamt nach. Mieter informieren zusätzlich den Vermieter.

Kann ich im Haus noch schlafen, wenn Ratten da sind?

Ja, wenn du Lebensmittel sicher verwahrst und Spuren hygienisch entfernst. Ratten meiden Menschen in der Regel und greifen nicht an.